Hauptmenü | Blog

Der Flipchart-Trick, der komplexe Strukturen einfach macht

 

 

Wer einen komplexen Ablauf darstellen will, greift meisten reflexartig zu PowerPoint.

Nehmen wir an, Sie haben zu verkünden, dass es ab nächstem Quartal in drei Abteilungen in Ihrer Firma neue Abteilungs-Chefs gibt.

Alle würden in PowerPoint ein State-of-the Art Organigramm zeigen, wie es zum normalen Horror gehört. So kennt man es:

 

So eine Organigramm-Darstellung ist mühsam anzuschauen. Es ist viel zu viel Information dargestellt - Zuschauer fühlen sich erschlagen.

Das geht auch anders – einfacher, anschaulicher und ohne das Publikum mit Informationen zuzuschütten. Es braucht lediglich den Mut, sich von PowerPoint zu verabschieden.

Dazu müssen Sie nur an vier Stellschrauben drehen.

 

Vier Praxistipps wie Sie es viel spannender machen und eine höhere Anschaulichkeit erzeugen können.

 

Praxistipp 1:

Zunächst einmal reduzieren Sie die Information auf nur das, was wirklich neu ist.

Das Ganze Organigramm in der bisherigen Struktur brauchen Sie nicht zeigen, sondern Sie konzentrieren sich nur auf das, was Neuigkeitswert hat: «Wir haben drei neue Abteilungsleiter» Dabei ist es nicht wichtig, wer unter und über diesen Abteilungsleiter alles steht - das wissen alle bereits - sondern Sie müssen nur das Neue vermitteln. Und das sind die drei Namen, der neuen Abteilungsleiter. 

 

Praxistipp 2:

Wechseln Sie zum Flipchart.

Eine Flipchartzeichnung erzeugt viel mehr Aufmerksamkeit, Unmittelbarkeit und Spannung, denn es ist nicht das fertige Bild, in dem die Wirkung liegt, sondern die Wirkung liegt im Akt des Erschaffens. Im Akt des Erschaffens durch einen echten Menschen aus Fleisch und Blut.

 

Praxistipp 3

Zeichnen Sie statt flacher Vierecke dreidimensionale Blöcke.

Das Erstaunliche ist, dass es mit einem dreidimensionalen Block für den Zuhörer wesentlich einfacher wirkt. Blöcke sind im doppelten Sinn des Wortes «begreifbarer» - es wirkt geordneter und weniger komplex. Besonders wenn Sie mehrere Blöcke brauchen um etwas darzustellen. Der Grund liegt darin, dass das Auge Blöcke einfacher auseinanderhalten kann als viereckige Flächen.

Und jetzt zeichnen Sie Folgendes auf das Flipchart.

 

Praxistipp 4

Sie zeichnen nicht nur einen Block sondern Sie reden auch vom «Block»

Und so begleiten Sie es mit gesprochenem Text:

«Unseren Entwicklungsabteilungsblock, den leitet im neuen Quartal neu Markus Krämer» Sie schreiben «M. Krämer» in den Block. «Dann haben wir den Produktionsabteilungsblock, den leitet neu Andreas Vogel.» Sie schreiben «A. Vogel». «Und die Marketingabteilungsblock leitet seit neuestem Katrin Lang.»

Das Auge sieht einen "Block", das Ohr hört "Block", es wirkt einfacher. 

 

Dreidimensionalen Block-Zeichnungen erhöhen die Anschaulichkeit

Den Trick mit den Blöcken können Sie auch für andere Elemente auf dem Flipchart anwenden. 

Sie können etwa einen «Finanzierungsblock», einen «Schuldenblock», einen «Bausparblock», einen «Umsatzblock», «Mitarbeiterblock» oder was auch immer auf das Flipchart zeichnen.

Das können aber auch Orte bei Logistikabläufen sein, oder bei Warenströmen, Finanzströmen, Informations-Strömen usw. sein. Immer, wenn Ströme von einem Ort zu einem anderen Ort wandern, zeichnen Sie die Orte als Blöcke anstatt als Flächen und es wird für Ihre Zuschauer wesentlich anschaulicher und "begreifbarer".

Die Zuschauer schauen nicht nur viel lieber hin, sondern sie verstehen auch viel schneller und Sie lösen bei Ihrer Präsentation statt weg-von Gefühlen hin-zu Gefühle aus.

 

Etwas Persönliches vom Autor 

Ich weiss, dass meine Artikel eine höhere Qualität liefern, als der Durchschnitt des rhetorischen Sprühnebels, der da draussen sonst zu lesen ist. Tatsache ist: es gibt nur wenige, die das überhaupt erkennen. Wenn Sie zu diesen wenigen gehören, hier eine Idee: abonnieren Sie meinen Newsletter. Und wenn Sie finden, dass ich damit recht habe: fünf Sterne bei Google sind eine schöne Art, es mir mitzuteilen.

 

Wollen Sie lernen, ohne PowerPoint zu präsentieren? Hier zeige ich wie das geht

​1-zu-1-Mentoring mit M. Pöhm persönlich: Mentoring 

Rhetorik- und Kommunikationstrainer werden: Ausbildung zum Kommunikationstrainer